Donnerstag, April 06, 2006

Iranischer Minister stellt Anti-Terrorplan vor

Gestern hat der iranische Minister für innere Sicherheit, Mohammed al Burak, einen neuen Plan für die Bekämpfung des Terrors und die Wahrung der nationalen Sicherheit vorgestellt. Der lang diskutierte Absatz, ob Flugzeuge mutmaßlicher Terroristen über dem Stadtgebiet von der Luftwaffe abgeschossen werden dürfen, ist ebenfalls darin enthalten. Nachdem im Irak christliche Terroristen seit Jahren Anschläge im Stadtgebiet und auf die Infrastruktur ausüben, glaubt die iranische Regierung dem damit im eigenen Land vorbeugen zu müssen. Ein Abgeordneter hielt den Absatz für „zu gefährlich“ und sieht die Gefahr von „nicht unwesentlichen Opferzahlen unter der eigenen Bevölkerung durch herabfallende Trümmerteile“. Der Plan soll eine Antwort auf den anhaltenden christlichen Terror im nahen Osten darstellen. Erst letzte Woche haben mutmaßliche christliche Terroristen das Feuer auf eine Dorfsiedlung nahe Falludscha eröffnet, dabei starben 42 Menschen. In der intellektuellen Presse herrschen Diskussionen, wie man mit dem christlichen Terror umgehen sollte und es werden Strategien diskutiert, die über die repressive Bekämpfung der sog. „Symptome“ einer ungleichen Welt hinausgehen. Letzte Woche hat der Präsident der USA, dem wirtschaftlichen Zentrum der christlichen Welt, John Dole, im Fernsehen mit weiteren Angriffen auf die „unterentwickelten Barbaren“ gedroht. Jugendliche in New York demonstrierten unterdessen gegen die konservativen Strukturen im eigenen Land. Die Hoffnung der iranischen Regierung, Studentenproteste können einen politischen Wandel in der christlichen Hemisphäre vollziehen, werden von der Presse als „lächerlich“ bezeichnet. Einerseits verhindern die ausgefeilten Überwachungssysteme der Geheimdienste eine ernstzunehmende Reformbewegung und auf der anderen Seite wird der große Teil der Bevölkerung immernoch als „vom westlichen Konsum verblendet“ bezeichnet. Der vielbeschworene „Krieg der Kulturen“ wird also weitergehen. Während sich die Menschen vor dem christlichen Terror auf den Straßen fürchten, Personen aus dem Westen verdächtigt und aus der Gesellschaft gedrängt werden, versucht die Politik mit harten Bandagen gegen das christlich-militärische Lager vorzugehen. Erst letzte Woche wurden an der iranisch-irakischen Grenze 13 christliche Kombattanten festgenommen. Die Verhörmethoden im iranischen Gefangenenlager „al husquam“ werden in der intellektuellen Presse immernoch als menschenunwürdig bezeichnet. Die Regierung und ein großer Teil der Wählerschaft dagegen sehen darin immer noch das einzigste Mittel um an Informationen zu kommen, welche die Sicherheit im Land aufrecht erhalten können.

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Dieser Beitrag ist pure Fiktion. Namen und Begebenheiten sind frei erfunden.

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